Im Rahmen einer politischen Informationsfahrt des Bundespresseamtes hat der Duisburger Bundestagsabgeordnete Sascha Lensing gemeinsam mit seiner Besuchergruppe am heutigen 29. Juli 2026 die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin besucht.
Dazu erklärt Sascha Lensing: „Gerade in Zeiten schwerster internationaler Spannungen darf Diplomatie nicht verstummen. Gesprächskanäle offen zu halten, ist keine Schwäche, sondern Verantwortung. Wer Frieden in Europa will, muss zumindest bereit sein, miteinander zu reden.“
Der heutige Besuch hat den Teilnehmern aus Duisburg und dem Ruhrgebiet die Möglichkeit gegeben, internationale Politik nicht nur aus den Nachrichten kennenzulernen, sondern direkte Einblicke in diplomatische Arbeit und außenpolitische Perspektiven zu erhalten.
Sascha Lensing betont dabei insbesondere die Bedeutung solcher Gespräche für die Menschen in seiner Heimatstadt Duisburg: „Duisburg ist seit jeher eine Stadt der Arbeit, des internationalen Austauschs und des Zusammenlebens unterschiedlichster Kulturen. Viele Menschen bei uns sorgen sich angesichts von Krieg, wirtschaftlicher Unsicherheit und steigenden Lebenshaltungskosten um die Zukunft Europas. Gerade deshalb brauchen wir mehr Diplomatie und weniger Eskalation.“
Besonders im Ruhrgebiet seien die Folgen internationaler Krisen unmittelbar spürbar, durch steigende Energiepreise, wirtschaftlichen Druck auf die Industrie und wachsende Sorgen vieler Familien.
„Die Menschen im Ruhrgebiet wollen keinen ideologischen Dauerkrieg, sondern Sicherheit, Stabilität und eine Zukunft für ihre Kinder. Außenpolitik darf niemals den Kontakt zur Lebensrealität der Bürger verlieren.“
Lensing bedankt sich zudem ausdrücklich für die Einladung aus der Russischen Botschaft: „Ich bin dem russischen Botschafter ausdrücklich dankbar, dass er meiner Besuchergruppe und mir diesen Austausch ermöglicht hat. Gerade in schwierigen Zeiten sind diplomatische Gespräche wichtiger denn je.“
Zugleich weist Lensing darauf hin, dass er sich um Gespräche mit unterschiedlichen internationalen Partnern bemüht habe: „Ich hatte im Vorfeld ebenfalls die amerikanische Botschaft um einen Besuch angefragt. Leider wurde uns dort eine Absage erteilt. Umso wichtiger ist es, dass zumindest auf anderer Seite die Bereitschaft zum offenen Austausch besteht.“
Der Besuch der russischen Botschaft erfolgte im Rahmen des parlamentarischen Bildungsprogramms des Bundespresseamtes und dient dem politischen Austausch sowie der außenpolitischen Informationsgewinnung. Dabei sollen unterschiedliche Sichtweisen diskutiert und Fragen der Teilnehmer offen angesprochen werden.
„Gerade als Abgeordneter ist es meine Pflicht, Gespräche zu führen, auch und gerade dann, wenn Themen schwierig oder kontrovers sind. Diplomatie lebt davon, dass man miteinander spricht und nicht übereinander.“